Für Studierende, die ihr Studium im WiSe 2024/25 oder früher begonnen haben:
Alle, die ihr Studium bis einschließlich Wintersemester 2024/25 aufgenommen haben, studieren weiterhin im Master Kommunikationswissenschaft nach der Prüfungs- und Studienordnung von 2006. Sie finden Ihre Prüfungs- und Studienordnung hier (PDF, 277 KB), die Änderungssatzung dazu hier (PDF, 27 KB) und Ihr Modulhandbuch hier (PDF, 396 KB) zum Download.
Studienüberblick
Der thematische Schwerpunkt des Studiums liegt auf den komplexen Kommunikationsprozessen der modernen Gesellschaft. Mithilfe fortgeschrittener empirischer Forschungsmethoden werden Probleme, Zusammenhänge, Strukturen und Wirkungsmechanismen in den Medien der öffentlichen Kommunikation auf breiter Basis analysiert. Dabei eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten zur inhaltlichen Spezialisierung. Zugleich wird die Fähigkeit der Studierenden gefördert, eigenständig Fragestellungen sowie Problemlösungen zu entwickeln und diese in projektorientierter Teamarbeit praktisch umzusetzen.
Ziel ist es, Studierende für die eigenständige wissenschaftliche Analyse komplexer Kommunikationsprozesse zu qualifizieren und sie auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in Forschung, Medien und gesellschaftlicher Kommunikation vorzubereiten.
Wer ist unsere Zielguppe?
Der Masterstudiengang Kommunikations- und Medienforschung richtet sich an Absolventinnen und Absolventen mit einem sozialwissenschaftlich orientierten Bachelorabschluss in Kommunikations-, Publizistik- oder Journalistikwissenschaft sowie an Studierende mit einer Kombination aus einem sozialwissenschaftlichen Hauptfach und Kommunikationswissenschaft im Nebenfach.
Praxisbezug und Forschung
Das Studium kombiniert Theorie- und Methodenmodule mit der Anwendung in Forschungsseminaren, einem praxisorientierten Modul und einem Praktikum. Studierende profitieren von aktuellen Forschungsschwerpunkten am Institut, einer engen Betreuung sowie vielfältigen Wahlmöglichkeiten – auch im internationalen Kontext. Ein Auslandssemester oder -jahr wird ausdrücklich empfohlen; Kooperationen mit Universitäten weltweit ermöglichen spannende Studien- und Forschungserfahrungen im Ausland. Unsere Angebote zur Praxis im Studium und der LMU Career Service unterstützen bei der Suche nach passenden Praxisstationen.
Für weitere Informationen zum Auslandsstudium hier klicken.
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Auslandsaufenthalte
Im Rahmen des Masterstudiums ist ein Auslandssemester oder -jahr ausdrücklich empfohlen. Das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) unterhält vielfältige Kooperationen mit internationalen Partneruniversitäten und bietet gemeinsam mit den Auslandsbeauftragten eine umfassende Beratung zur Planung und Organisation von Studienaufenthalten im Ausland. So können Studierende ihre Perspektiven erweitern, interkulturelle Kompetenzen ausbauen und ihr internationales Netzwerk stärken. Weitere Informationen finden Sie unter Studieren im Ausland. Auch Praktika im Ausland sind möglich.
Berufsperspektiven
In einer dynamischen Medien- und Wissensgesellschaft verändern sich Berufe im Kommunikationssektor fortlaufend. Der Master qualifiziert für anspruchsvolle Positionen in Wissenschaft, Medien, Kommunikation und datengetriebener Analyse – national wie international. Absolventinnen und Absolventen entwickeln ein tiefes Verständnis theoretischer Zusammenhänge, beherrschen fortgeschrittene empirische Methoden und können komplexe Daten kritisch auswerten. Sie sind in der Lage, öffentliche Kommunikationsprozesse analytisch zu durchdringen, strategisch zu gestalten und wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zu treffen.
- Medien- und Kommunikationsforschung. Promotion und Forschung in Kommunikations-, Medien- oder Sozialwissenschaften, Mitarbeit in interdisziplinären Forschungsprojekten, internationale wissenschaftliche Netzwerke. Positionen in Forschungsinstituten, Medienhäusern, Agenturen oder Think Tanks.
- Journalismus und Redaktion. Führungs- und Spezialaufgaben in Redaktionen (Print, TV, Radio, Online), datengetriebener und investigativer Journalismus, journalistische Innovationsprojekte.
- Öffentlichkeitsarbeit und strategische Kommunikation. Konzeption und Evaluation von Kommunikationsstrategien in Unternehmen, NGOs, internationalen Organisationen und im öffentlichen Sektor.
- Politik- und Marktanalyse. Tätigkeiten in politischen Institutionen, Wahlforschung, Markt- und Meinungsforschung, Policy-Analyse.
- Medienmanagement und Innovationsberatung. Strategische Beratung zu digitalen Geschäftsmodellen, Medieninnovation, Plattformstrategien und KI-gestützter Kommunikation.
Inhalte und Fragestellungen
Der Master Kommunikations- und Medienforschung ist forschungsorientiert und vertieft das Verständnis für komplexe Kommunikationsprozesse der modernen Gesellschaft. Studierende erwerben erweiterte Kenntnisse zu Theorien, Methoden und Anwendungsfeldern der Kommunikationswissenschaft und entwickeln die Fähigkeit, eigenständig Forschungsfragen zu formulieren und fundiert zu beantworten. Dabei werden Sie in die Forschungsarbeit eines der führenden kommunikationswissenschaftlichen Institute Europas eingebunden. Sie profitieren von der Expertise der Lehrenden und der internationalen Vernetzung des IfKW.
Modulübersicht Master KMF (PStO 2025) (PDF, 77 KB)
Modulhandbuch Master KMF (PStO 2025) (PDF, 313 KB)
Modulübersicht Master KW (PStO 2006) (PDF, 68 KB)
Modulhandbuch Master KW (PStO 2006) (PDF, 396 KB)
Wie prägen Medien und öffentliche Kommunikation den gesellschaftlichen Wandel – und wie verändert sich Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter?
Dieser Bereich führt in zentrale Forschungsperspektiven der Kommunikationswissenschaft ein. Studierende befassen sich mit der Rolle von Medien in demokratischen Gesellschaften, untersuchen Prozesse der Meinungsbildung und reflektieren die Bedeutung von Medienethik, Regulierung und journalistischer Qualität. Der Fokus liegt auf dem Wandel öffentlicher Kommunikation – von klassischen Massenmedien über hybride Medienumgebungen bis hin zu sozialen Plattformen und algorithmisch kuratierten Öffentlichkeiten. Theoretische Grundlagen werden systematisch mit aktuellen Forschungsdebatten verknüpft.
Welche theoretischen Konzepte helfen, Mediennutzung, Medieninhalte und Medienwirkungen zu verstehen?
Hier werden klassische Theorien – etwa Agenda-Setting, Uses-and-Gratifications oder Schweigespirale – mit neueren Modellen kombiniert, die speziell auf digitale Kommunikationsumgebungen zugeschnitten sind, etwa Plattformtheorien, algorithmische Gatekeeping-Modelle oder Theorien der Netzwerköffentlichkeit. Studierende lernen, diese Ansätze kritisch zu vergleichen, theoretische Lücken zu identifizieren und eigene Hypothesen daraus abzuleiten.
Mit welchen Methoden lassen sich komplexe Kommunikationsprozesse erfassen und auswerten?
Der Methodenbereich vermittelt vertiefte Kompetenzen in quantitativen und qualitativen Verfahren. Dazu zählen Umfragen, Experimente, standardisierte und qualitative Inhaltsanalysen, Netzwerkanalysen sowie digitale und computergestützte Methoden, etwa automatisierte Text- und Bildanalyse oder Social-Media-Monitoring. Studierende entwickeln eigenständige Forschungsdesigns, lernen Stichprobenverfahren zu planen, Daten systematisch zu erheben und mit gängigen Statistik- und Analyseprogrammen auszuwerten. Besonderes Augenmerk gilt der methodischen Triangulation, um robuste und differenzierte Forschungsergebnisse zu erreichen.
Wie verändern technologische Innovationen Medienproduktion, -verbreitung und -rezeption?
In diesem Schwerpunkt geht es um die Wechselwirkungen zwischen technologischen Entwicklungen und gesellschaftlicher Kommunikation. Diskutiert werden unter anderem der Einfluss von künstlicher Intelligenz auf journalistische Arbeit, die Rolle von Plattformen im politischen Diskurs, datengetriebene Geschäftsmodelle und die Chancen und Risiken neuer Kommunikationsformen für die Öffentlichkeit. Studierende lernen, Innovationen sowohl aus einer technologischen als auch aus einer gesellschaftlichen Perspektive zu analysieren.
Wie unterscheiden sich Mediensysteme, Kommunikationskulturen und Öffentlichkeiten weltweit?
Globalisierung und Digitalisierung haben Kommunikationsflüsse intensiviert – und zugleich neue Formen der Fragmentierung erzeugt. Dieser Schwerpunkt vermittelt vergleichende Forschungsperspektiven und Methoden der internationalen Kommunikationsforschung. Studierende lernen, länderspezifische Besonderheiten zu analysieren, internationale Datenquellen zu nutzen und interkulturelle Kommunikationsprozesse zu verstehen. Ein Auslandsaufenthalt wird empfohlen, um die im Studium erworbenen Kenntnisse durch eigene Erfahrung zu vertiefen.
Studienverlauf
Der Master KMF (120 ECTS) ist auf vier Semester angelegt und modular aufgebaut. Er umfasst Pflichtmodule in Theorie, Methoden und Berufspraxis. Der Schwerpunkt liegt auf Forschungsmodulen. Ein Auslandsaufenthalt kann flexibel integriert werden. Das Studium schließt mit der Masterarbeit ab.
Masterprojekt: innovative Forschungspraxis
Im Masterprojekt setzen Studierende ihre theoretischen und methodischen Kenntnisse in einem realen Forschungskontext um. In kleinen Gruppen bearbeiten sie aktuelle, wissenschaftlich relevante Fragestellungen aus der Kommunikations- und Medienforschung – etwa zu KI und Journalismus, politischer Kommunikation in sozialen Medien, Medieninnovationen im Klimadiskurs oder internationalen Vergleichsstudien zur Mediennutzung. Der Arbeitsprozess umfasst alle Schritte des empirischen Forschungszyklus – von der Themenfindung über Datenerhebung und -analyse bis zur Präsentation der Ergebnisse.
Warum ist das etwas Besonderes? Wir schaffen Raum für Ihre Ausbildung in der Forschung. Das Masterprojekt stärkt in besonderem Maße empirische Forschungskompetenzen, Teamarbeit, Projektmanagement und Publikationsfähigkeiten. Die Ergebnisse werden in einem wissenschaftlichen Bericht festgehalten und häufig auf Tagungen oder in Fachzeitschriften veröffentlicht – ein wertvoller Beitrag für Wissenschaft und Berufspraxis.
Prüfungs- und Studienordnung
Alle Prüfungsleistungen im Master Kommunikations- und Medienforschung – von studienbegleitenden und mündlichen Prüfungen über die Masterarbeit bis zu Praktika – werden nach dem European Credit Transfer System (ECTS) bewertet. Ein Leistungspunkt entspricht dabei 30 Arbeitsstunden.
Die Prüfungs- und Studienordnung enthält alle verbindlichen Regelungen zum Studium. Dazu gehört auch die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen (§ 27).
Prüfungs- und Studienordnung für den Master KMF (2025, Download). (PDF, 740 KB)
Der Prüfungsausschuss stellt die korrekte Durchführung der Prüfungen sicher und entscheidet über Anerkennungen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Für Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2025/26 aufgenommen haben, gelten weiterhin die alte Prüfungs- und Studienordnung sowie deren Zusatz:
Prüfungs- und Studienordnung für den Master KW (2006) (PDF, 277 KB)
Zusatz zur Prüfungs- und Studienordnung für den Master KW (2017) (PDF, 27 KB)
Bewerbung und Eignungsverfahren
Anfang März öffnet hier das Bewerbungsportal
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Wichtiger Hinweis: Sie können sich im Bewerbungsportal gleichzeitig für mehrere Masterstudiengänge bewerben (Kommunikations- und Medienforschung, Strategische Kommunikation und Computational Social Science).
Die Zulassung für den Master KMF ist an ein Eignungsverfahren geknüpft. Grundlage für dieses Verfahren ist die aktuell gültige Eignungssatzung. In der Satzung sind der Ablauf des Eignungsverfahrens und die Zugangsvoraussetzungen festgelegt.
Eignungssatzung für den Master Kommunikations- und Medienforschung (2025)
Beachten Sie bitte, dass eine Einschätzung von Bewerbungsunterlagen vorab nicht möglich ist. Bitte bewerben Sie sich und warten Sie die Entscheidung der Eignungskommission ab.
Wichtiger Hinweis: Ein Studienstart ist nur zum Wintersemester möglich.
Bewerbungsschritte und Ablauf des Verfahrens:
- Zugangsvoraussetzungen prüfen: Erforderlich ist ein Hochschulstudium in Kommunikations-, Publizistik- oder Journalistikwissenschaft (sozialwissenschaftlich-empirische Ausrichtung) im Hauptfach oder im Nebenfach mit einem sozialwissenschaftlichen Hauptfach. Der Notenschnitt muss nach dem fünften Semester (also ohne Abschlussarbeit) besser als 2,6 sein. Bis zum Beginn des Masterstudiums (Mitte Oktober) muss das BA-Studium abgeschlossen sein.
- Bewerbungsfrist beachten: Das Bewerbungsportal öffnet Anfang März und schließt am 15. Mai. Eine Bewerbung ist nur im Rahmen dieser Frist und nur zum Wintersemester möglich.
- Bewerbungsformular ausfüllen: Nach Freischaltung des Portals im Bewerbungszeitraum folgen Sie dafür dem Link in der schwarzen Box.
- Unterlagen im Bewerbungsportal hochladen: Dazu zählen ein tabellarischer Lebenslauf, ein aktuelles Transcript of Records (Notenspiegel, ausführliches Zeugnis) und ggf. Sprachnachweise (Deutschkenntnisse). Bitte schicken Sie uns keine Bewerbungsunterlagen per Post.
- Eignungstest absolvieren: Nach der Prüfung der Unterlagen durch die Eignungskommission erfolgt bei formaler Eignung die Einladung zu einem schriftlichen Test am IfKW. Der Test findet in der Regel Anfang Juli vor Ort in München statt - eine Onlineteilnahme ist nicht möglich.
- Zulassung und Immatrikulation: Nach Auswertung der Unterlagen und Testergebnisse durch die Eignungskommission wird der Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid versendet. Im Falle der Zulassung muss die Immatrikulation über die Studienkanzlei der LMU fristgerecht mit allen erforderlichen Originaldokumenten erfolgen. Internationale Bewerbende müssen sich zusätzlich frühzeitig mit dem International Office der LMU in Verbindung setzen.
Wir beraten Sie gern zu Inhalten des Studiums oder zum Studienverlauf. Sehen Sie sich auf unserer Webseite um. Sie finden dort viele Informationen, anhand derer Sie das Studium und das Institut kennenlernen können. Nutzen Sie bei Fragen zur Immatrikulation auch die Zentrale Studienberatung der LMU.
Lernen Sie uns kennen!
Das Institut und die Studiengänge leben von den Menschen, die hier arbeiten und forschen.